Das Gesicht hinter dem Chaos: Hi, ich bin Tim.

Wenn ich mich mit drei Worten beschreiben müsste, dann wären das wohl: overthinking, chaotisch und verdammt liebevoll. Mein Kopf steht eigentlich nie still. Und genau aus diesem Grund gibt es diesen Podcast und dieses GedankenChaos.
 
Warum tue ich mir das hier eigentlich an?
 
Ich sage dir, wie es ist: Mir ging es auf den sozialen Medien und in der Öffentlichkeit tierisch auf den Sack, wie über schwules Leben gesprochen wird. Wenn man durch Insta oder TikTok scrollt, könnte man meinen, unser Leben bestünde zu 100 % aus glitzernden Partys, unkompliziertem Sex und einer permanent unfassbar geilen Zeit.
Aber das ist Bullshit. Oder zumindest nur die halbe Wahrheit.
Mir hat die Realität gefehlt. Die ungeschminkte Wahrheit. Ich wollte einen Safe Place im Netz etablieren, an dem es auch mal unbequem werden darf. Einen Ort, an dem die echte Realität existiert – mit all ihren Selbstzweifeln, dem Beziehungschaos, den Struggles mit Vorurteilen, aber eben auch mit dem echten, tiefen Stolz.
 
Zwischen OP-Saal und politischem Kampfgeist
 
Wenn ich nicht gerade mein Mikrofon anschreie oder Texte in die Tastatur hacke, sieht mein Leben ziemlich bodenständig aus. Im echten Leben arbeite ich als OP-Pfleger im Operationssaal.  Ein Job, bei dem man jede Sekunde voll da sein muss und bei dem es keinen Platz für Filter oder Ausreden gibt. Wer jeden Tag Menschen auf dem Tisch liegen hat, verliert ganz schnell die Lust auf weichgespülten Smalltalk. Vielleicht kommt meine direkte Art genau von dort. Zusätzlich hab ich was Pflege- und sozialwissenschaftliches studiert. Auch hier hat „rumgeeiere“ keinen Platz.
 
Weil mir das Meckern alleine zu billig ist, engagiere ich mich außerdem berufs- und queerpolitisch. Wenn wir wollen, dass sich die Welt für uns verändert, müssen wir eben selbst laut werden und den Leuten da oben auf den Schlips treten.
 
Fußball, Hochverrat und der ultimative Ruhrpott-Tabubruch
 
Und wenn der Kopf mal komplett abschalten muss? Dann findest du mich beim Fußball. Und hier wird es jetzt richtig ungemütlich: Mein Herz schlägt rot-weiß für Union Berlin und- jetzt haltet euch fest- blau-weiß für Schalke 04.
Ja, richtig gehört. Ich bin Dortmunder, der die Blauen feiert (soviel zu feiern gibts nur nicht dauernd 🙂 ). Hier im Ruhrgebiet ist das kein normaler Fan-Spleen, das ist der absolute, unentschuldbare Hochverrat. Schalke-Fan in Dortmund zu sein, ist quasi die Höchststrafe für jeden Nachbarn, aber wisst ihr was? Es ist mir scheißegal. Ich habe ja gesagt: Bei mir gibt es keine Filter, keine Masken und erst recht keine Anpassung, nur um anderen zu gefallen. Entweder man liebt mich dafür, oder man hasst mich – dazwischen gibt es nichts.
 

💬 Und jetzt zu dir:
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Schön, dass du da bist und mein Chaos teilst!